Mehr Durchblick in Brandenburg ab dem 1. Mai 2009?
AOK Brandenburg und Augenärztegenossenschaft Brandenburg mit Deutschlands erstem Selektivvertrag zu augenärztlichen Leistungen
Mehr als 600.000 AOK-Versicherte in Brandenburg werden ab dem 1. Mai 2009 bei vielen Augenleiden und den meisten Augenoperationen landesweit exklusiv von den niedergelassenen Fachärzten der Augenärztegenossenschaft Brandenburg e.G. (aägb) behandelt. Dies ist Kernbestandteil des bundesweit ersten Selektivvertrags einer ärztlichen Fachgruppe, den beide Organisationen ausgehandelt haben und heute in Potsdam vorstellen.
Für die Brandenburger AOK-Versicherten bedeutet dies künftig eine schnellere und wohnortnahe ambulante Behandlung bei den über 100 Ärztinnen und Ärzten der aägb, die in Brandenburg flächendeckend praktizieren. Die positiven Effekte für die Patienten sind verbesserte Leistungen bei den Augenoperationen, wie etwa garantierte OP-Termine innerhalb von vier Wochen an 18 Standorten, der Einsatz der qualitativ besten Linsen und der Verzicht auf lange Krankenhausaufenthalte fernab des Wohnortes. Darüber hinaus profitieren die Versicherten von zusätzlichen Sprechstunden und reduzierten Wartezeiten auf einen Termin für die konservative augenärztliche Behandlung.
AOK-Chef Frank Michalak zu seinen Erwartungen an den neuen Vertrag:
„Wir erwarten für unsere Versicherten neben der hohen medizinischen Qualität, die die Augenärztegenossenschaft Brandenburg uns garantiert, auch die Sicherstellung einer wohnortnahen ambulanten Patientenversorgung in der Fläche des Landes. Wir haben ebenfalls zusätzliche Serviceleistungen verabredet, die die Wartezeiten auf einen augenärztlichen Behandlungstermin auf überschaubare Zeiträume zurückführen. Wartezeiten von drei Monaten und länger sollen für AOK-Versicherte im Land Brandenburg endlich der Vergangenheit angehören.“
Dr. med. Dietmar Reinfeld, Vorstandsvorsitzender der aägb: „Heute ist ein guter Tag für die Patienten, die Ärzte und unseren Partner, die AOK Brandenburg. Wir sind sehr froh, gemeinsam mit der Krankenkasse neue Wege zu gehen und Wettbewerb in unser Gesundheitswesen zu bringen. Davon profitiert am Ende der Patient: Die AOK-Versicherten stehen jetzt bei Service und Terminlisten an vorderster Stelle, die anderen Versicherten profitieren von der Stärkung des niedergelassenen Arztes, der auch morgen noch Sprechstunde bei Ihnen um die Ecke anbietet und die Grundversorgung macht, die die großen Kliniken nicht leisten. Wir sind stolz darauf, den ersten Selektivvertrag einer ärztlichen Fachgruppe auf die Beine gestellt zu haben und ermuntern alle Kollegen, unserem Beispiel zu folgen.“
Symbolcharakter für weitere Ärztegruppen bundesweit?
So genannte Selektivverträge nach § 73c SGB V sind Einzelverträge zwischen Krankenkassen und Ärzten jenseits der Kassenärztlichen Vereinigungen. Der Gesetzgeber räumt diese Möglichkeit erst seit kurzem ein, um auf alternativen Wegen die ambulante ärztliche und fachärztliche Versorgung sicherzustellen. Die neue Möglichkeit wird seitdem kontrovers diskutiert und wurde nun bundesweit erstmals in der ärztlichen Fachgruppe der Augenheilkunde umgesetzt.
Die AOK Brandenburg hatte als erste deutsche Krankenkasse bereits Ende Oktober 2008 die betreffenden Leistungen bundesweit ausgeschrieben. Die Ausschreibung erfolgte in vier regionalen Teillosen und in zwei Fachlosen (Katarakt-Operationen und ambulante Glaskörper- sowie netzhautchirurgische Eingriffe). Sie ließ Raum für weitere Versorgungs- und Serviceverbesserungen. An der Ausschreibung nahmen sieben Bewerber teil. Die aägb konnte sich schließlich mit ihrem Konzept einer hohen medizinischen Qualität, verbunden mit der Sicherstellung eines flächendeckenden ambulanten Behandlungsangebotes, durchsetzen.
Vorausgegangen war bereits eine mehrjährige erfolgreiche Kooperation von AOK und aägb bei einer neuen Behandlungsmethode der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration.
Gesundheitssystem wird entlastet
Für die Brandenburger Augenärzte der aägb bringt der Selektivvertrag weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit. Da die Vereinbarung unabhängig von der Kassenärztlichen Vereinigung geschlossen wurde, ist eine direkte Abrechnung mit dem Kostenträger möglich. Zudem werden die Ärzte auf diese Weise vom Budgetzwang befreit und können eine bestmögliche Behandlungsqualität für alle Patienten gewährleisten. Hierfür wurden in dem Vertrag eigens die Arzthonorare, insbesondere für die prä- und postoperative Behandlung, verbessert.
Durch die Konzentration auf die wohnortnahe Versorgung werden unnötige Kosten reduziert. Beispielsweise werden alle Operationen, etwa des Grauen Stars, künftig ambulant durchgeführt, wodurch die hohen Behandlungs- und Transportkosten von stationären Operationen der Vergangenheit angehören.
Über die Augenärztegenossenschaft Brandenburg e. G.
Die Augenärztegenossenschaft Brandenburg e.G. ist der einzige freiwillige Zusammenschluss von niedergelassenen Augenärztinnen und Augenärzten in Brandenburg. Mehr als 75% der Brandenburger Augenpraxen mit über 100 Augenärztinnen und Augenärzte sind Mitglied in der aägb und behandeln täglich mehr als 4000 Patienten in über 40 Städten und Gemeinden.
Die wesentlichen Ziele der Genossenschaft bestehen in der Wahrnehmung der Rechte ihrer Mitglieder, in der Förderung und Verbesserung der Patientenversorgung im Flächenland Brandenburg sowie in der Schaffung flexibler Reaktionsmöglichkeiten auf Veränderungen in der Gesundheitspolitik.
Von der Sicherung und Stärkung der mittelständisch geprägten ärztlichen Versorgungsstrukturen sollen die Patienten durch kurze Wege bis zur Praxis, eine umfassende Behandlung mit modernster Technik unabhängig vom Einkommen, einer schnellen Hilfe im Krankheitsfall und gut ausgebildeten, motivierten Ärzte mit dem Blick für Augen und Seele profitieren.
Über die AOK Brandenburg
Die AOK Brandenburg – Die Gesundheitskasse ist mit mehr als 600.000 Versicherten, knapp 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresetat von rund 2 Mrd. Euro die größte gesetzliche Krankenkasse in Brandenburg. Sie ist wohnortnah an über 100 Orten des Landes zu erreichen und bietet neben guten Leistungen auch einen hervorragenden Service. Im großen Krankenkassenvergleich des Finanzmagazins FOCUS-MONEY im letzten November schnitt die märkische AOK als beste Regionalkasse ab. In diesem Jahr sind bereits mehr als 10.000 Menschen in Brandenburg zur AOK gewechselt. Mit derzeit 16 Mitgliedern ist die AOK-Familie in Deutschland die größte Krankenkassenart.
Honorarfreies Bildmaterial gerne auf Anfrage.
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Einladung Pressegespräch: Haben Brandenburger in Deutschland den besten Durchblick?
AOK Brandenburg und Augenärztegenossenschaft Brandenburg mit Deutschlands erstem Selektivvertrag zu augenärztlichen Leistungen.
Seit kurzem räumt der Gesetzgeber den Krankenkassen und Ärzten die Möglichkeit ein, zur Sicherstellung der ambulanten fachärztlichen Versorgung Einzelverträge auch jenseits der Kassenärztlichen Vereinigungen abzuschließen, so genannte Selektivverträge nach § 73c SGB V.
Diese neue Möglichkeit wird außerordentlich kontrovers diskutiert und bislang noch nicht umgesetzt. Als erste deutsche Krankenkasse hatte die AOK Brandenburg im Oktober 2008 die landesweite Versorgung ihrer Versicherten für augenchirurgische Behandlungen bundesweit ausgeschrieben. Daran gekoppelt waren verbesserte Serviceleistungen in der augenärztlichen Grundversorgung.
Der Zuschlag ging an die Augenärztegenossenschaft Brandenburg, die sich mit ihrem Konzept einer hohen medizinischen Qualität verbunden mit der Sicherstellung eines flächendeckenden ambulanten Behandlungsangebotes durchgesetzt hat. Für die mehr als 600.000 AOK-Mitglieder in Brandenburg bedeutet dies künftig eine schnellere und wohnortnahe ambulante Behandlung mit verbesserten Leistungen bei den Augenoperationen. In der aägb sind über 75% der niedergelassenen Augenärzte Brandenburgs vertreten. Vertragsbeginn ist der 1. Mai 2009.
AOK Brandenburg und aägb wollen Ihnen im Rahmen eines Pressegesprächs:
am 29. April 2009 um 14:30 Uhr
im Potsdamer AOK-Service-Center, Friedrich-Ebert-Straße 113
mehr zur Ausschreibung, zum Vertrag und zur Umsetzung in die Versorgungsrealität sagen. Ihre Fragen beantworten:
Frank Michalak, Vorstandvorsitzender AOK Brandenburg
Dr. med. Dietmar Reinfeld, Vorstandsvorsitzender aägb
Dr. med. Eckhard Becker, Aufsichtsratvorsitzender aägb
Sie erleichtern uns die Organisation, wenn Sie uns bis zum 28.04., 14:00 Uhr per E-Mail (joerg.trinogga@brb.aok.de) oder Telefon (03328 390-1513) mitteilen, ob Sie am Pressegespräch teilnehmen.
Foto-Specials und TV-Drehs auf Anfrage möglich!
Nachlese zur 4. Generalversammlung
Beim Treffen der brandenburgischen Augenärztegenossenschaft standen die Wartezeiten und Möglichkeiten einer schnelleren Augenbehandlung an erster Stelle der Diskussion. Teilgenommen haben der Unternehmensbereichsleiter Gesundheit der AOK Brandenburg, Herr Schmidt, der Stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Herr Dr. Faust und der Berufsverbandsvorsitzende der Deutschen Augenärzte, Herr Prof. Bertram um die Möglichkeiten der Verbesserung zu erörtern. Für die Zukunft wurde von der AOK, eine weitere Stärkung des ambulanten Sektors gerade bei den Augenärzten bekräftigt. Direkte Vertragslösungen werden flexibler sein, Bürokratie abbauen und für die Ärzte eine Kalkulation erlauben. Das jetzige Problem ist einfach zusammengefasst: Wir stehen vor übervollen Praxen, aber die Gesundheitspolitik setzt seit 15 Jahren auf strenge „Mengenbegrenzung“ also Rationierung. Für die Zukunft soll sich das grundlegend ändern. Jeder Patient soll gleichermaßen eine gute medizinische Behandlung erfahren und für jede Behandlung müssen die Kosten auch gleichermaßen aufgewendet werden.





